Mit der Bahn in die Ferien
Deutschland-Reisen voll im Trend
Urlaub im eigenen Land wird immer beliebter. „Vor allem spontane Städtereisen mit der Bahn, die mit Kultur, Sport oder Radtouren kombiniert sind, liegen voll im Trend“, unterstrich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutsche Bahn (DB) Vertrieb GmbH, Jürgen Büchy, beim Medientreff des Tourismus Dialog Berlin am 6. Mai 2010 in der DB-Zentrale am Potsdamer Platz. In dieser Sparte gebe es eine Steigerung von zehn Prozent, betonte der Sprecher der Geschäftsführung der Ameropa-Reisen GmbH, Martin Katz. Dass der Bahntourismus enorm zugenommen habe, bestätigte auch der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, Reinhard Meyer.

Martin Katz, Sprecher der Geschäftsführung der Ameropa-Reisen GmbH, Jürgen Büchy, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH, Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, und Journalist Peter Koard (v.l.n.r./Foto:Gero Schreier)
Heute benutzten bereits 11,8 Prozent der Urlaubsreisenden die Bahn. Allerdings müssten der Fern- und Nahverkehr in einigen Urlaubsorten noch enger vernetzt werden. Hier sieht Meyer noch Potenzial, indem Tourismus-Region und Deutsche Bahn gemeinsam nach günstigen Angeboten suchten.
Wie die Verknüpfung von Bahn, Bus und Region funktioniert, zeigt das Beispiel von Ameropa-Reisen. In diesem Jahr bietet der Spezialist für Bahn-Touristik klimafreundliche Kurzreisen in 18 der schönsten nationalen Naturlandschaften Deutschlands und der Schweiz an. „Mit ICE, Regioshuttle und Bus geht es direkt in die Alpen“, informierte Katz, der sich davon Signalwirkung verspricht. Vertriebschef Büchy weiß, dass es durchaus noch Lücken gibt, doch seien hier vor allem die Regionen gefragt. Die Deutsche Bahn könne nicht alles leisten, dämpfte er die Erwartungen. „Alle touristischen Akteure müssten zusammen arbeiten.“ Als „technisch schwierig“ nannte er die Mitnahme von Fahrrädern. Hochgeschwindigkeit und Fahrradtransport passten nicht zusammen. Es gebe Nachfrage, die müsse die Bahn bedienen. Doch mit dem ICE sei das nicht zu leisten. Dafür eigne sich besser der EC.
Hannelore Koard
