27. Okt 2008

Straßenfeste

Feste feiern auf Straßen und Plätzen – (nur) Spektakel oder mehr?

Anliegen des Medientreffs am 27. Oktober 2008 im Hotel Park Inn am Berliner Alexanderplatz war es, den ökonomischen und touristischen Stellenwert von Festen zu belegen, die Rollen zwischen Veranstaltern von Festen und den jeweiligen Genehmigungsbehörden auszuloten und ein Verständnis für beide Seiten zu entwickeln.
strassenfeste
Gerhard Buchholz, Berlin Tourismus Marketing; Jürgen Blunck, Geschäftsführer Berliner Gauklerfest; Christian Wiesenhütter, stellv. Hauptgeschäftsführer IHK zu Berlin; Martin Hortig, Vorstandsmitglied Karnevals-Zug Berlin; Willy Kausch, Geschäftsführer Association&Conference Management Group Berlin; Joachim Zeller, Bezirksstadtrat von Berlin-Mitte – v. l. n. r. (Foto: Agentur Baganz)

Welche Akzeptanz und ökonomische Bedeutung haben Feiern im Freizeitverhalten von Besuchern, und wie anziehend wirken derartige Feste auf Touristen aus nah und fern?

Diese und weitere Fragen standen im Blickpunkt des Forums. Fakt ist, das gemäß einer Untersuchung der dwif Consulting GmbH aus dem Jahr 2006 acht Prozent der Berlingäste den Besuch von Festen als Reisegrund angaben. Damit liegen Feste und Partys im öffentlichen Raum noch vor den Sportevents, die nur sechs Prozent der Gäste als Reiseanlass nannten. Die Studie nennt auch Zahlen zum Konsumverhalten der Gäste. Tagesbesucher lassen dabei durchschnittlich 33,80 € Übernachtungsgäste 198,- €. In der Stadt.
Berlin ist also ein Eldorado für Veranstalter. Aber muss die Stadt wirklich jede Party erlauben und welche Veranstaltungen sind aus touristischer Sicht sinnvoll?
Um ein „Regelwerk“ für die zukünftige Verfahrensweise festzulegen, wurde angeregt, eine „Veranstalter-Satzung“ zu entwickeln, die im Tourismusausschuss der IHK diskutiert wird und als Vorlage an den „Runden Tisch Tourismus gegeben werden kann.
Die Runde war sich nach lebhafter Diskussion einig:

  • Feste sind das Salz in der Suppe fürs Berlin-Image
  • Heute sind Qualität und innovative Veranstaltungsformate mehr denn je gefragt
  • Bedienung unterschiedlicher Segmente/Zielgruppen ist ein „must“

Denn: Berlin müsste eigentlich jedem Veranstalter den roten Teppich ausrollen!
Im Anschluss lud Thomas Hattenberger, der General Manager des Park Inn alle Teilnehmer zu einem gemütlichen Empfang in die Spagos-Bar.

Gerhard Buchholz

Tourismus Dialog Berlin