24. Jan 2012
Klare Stichworte und eindeutige Antworten zur Frage „Mobilität – alle Weichen richtig gestellt ?“ machten den ersten Tourismus-Dialog im Jahr 2012 beim Treff im gastgebenden Novotel Tiergarten zu einem Erkenntnisgewinn für die Journalisten-Runde. Oft wird solch ein Zeugnis ausgesprochen aus purer Höflichkeit gegenüber dem Moderator – in diesem Fall Honza Klein – und den Gesprächspartnern. Diesmal wanderte das Mikrofon von Hand zu Hand zwischen den Präsidenten Jürgen Büchy (Deutscher ReiseVerband) und Reinhard Meyer (Deutscher Tourismusverband) sowie dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr , Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke.
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10. Nov 2011
Unter diesem Titel trafen sich am 10. November 2011 rund 100 Journalisten und Vertreter der Tourismusbranche im Berliner Hotel Park Inn am Alexanderplatz.
Gesprächsführer Alfred Eichhorn, der ausgesprochen locker durch die Diskussion führte, hatte diesmal eine dankenswerte Aufgabe. Der neue Hauptstadt-Flughafen, da ist sich nicht nur die große Mehrheit der Berliner und Brandenburger einig, wird endlich einer dieser Leuchttürme im Osten Deutschlands, von denen die Politik gern spricht und die Wirtschaft Wachstum erwartet. Berlin und Umland werden deutlich von dem derzeit größten Infrastrukturprojekt Europas profitieren, wenn es dann am 3. Juni 2012 wie geplant den Betrieb aufnimmt.

Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher Geschäftsführung Berliner Flughäfen, Martin Biesel, Bevollmächtigter für Politik Air Berlin, Alfred Eichhorn, Moderator, Wolfgang Weber, Pressesprecher Deutsche Lufthansa, und Burkhard Kieker, Geschäftsführer visitBerlin (v.r.n.l./Foto: Gero Schreier)
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25. Okt 2011
Wo der Zeitgeist tickt
An diesem 25. Oktober 2011 ging es um die Zeit, um den Zeitgeist, aber beileibe nicht im philosophischen Sinne, nein, es ging schlicht und einfach um die Uhr, um unsere gute alte Armbanduhr. Und das aus berufenem Munde. Ich will für mich sagen, der Uhren-Guru von Berlin war gekommen, der Vorstandsvorsitzende der Askania AG, Leonhard R. Müller, um im kleinen Journalistenkreis über 140 Jahre Askania Werke zu plaudern, Berlins einzige Uhrenmanufaktur.

Leonhard R. Müller, Vorstandsvorsitzender der Askania AG, und Herbert Beltle, Inhaber der Rotisserie Weingrün (rechts/Foto: Gero Schreier)
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27. Sep 2011
Flanieren in die Vergangenheit
Schon der Aufklärer Friedrich Nicolai, über den Heinrich Heine sagte „In Berlin regieren Friedrich der Große und der Buchhändler Nicolai“, verfasste 1766 eine „Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam“. Es war ein Reiseführer für geistig Interessierte. Neben den Berliner Sehenswürdigkeiten vermerkte Nicolai auch jene Ort, wo berühmte Gelehrte wohnten, wo sich erlesene Sammlungen und Bibliotheken befanden. Im 19. Jahrhundert galt Berlin als „Stadt der Intelligenz“. Und nach der Reichsgründung von 1871 entwickelte sich Berlin nicht nur zu Europas größter Industriestadt – von Lissabon bis zum Ural – sondern auch zu einer Metropole der wissenschaftlichen Forschung und Lehre.
In den „Roaring Twenties“ galt Berlin als Kulturmetropole, die neben Paris, London und New York bestehen konnte. 1933 wurde Spree-Athen – widerwillig und widerständig – die Hauptstadt des Dritten Reiches, ungeliebt von dessen Führern. Hier war möglich, was sich im Reich nur wenige trauten. Berlin entwickelte sich zur Hochburg des deutschen Widerstandes – vom proletarischen, bürgerlichen bis zum aristokratischen. In der Zeit der Teilung waren die beiden Berlins interessante Kulturorte. Das alles hat Spuren hinterlassen.
Berlins „Petroleum“ ist seine Kulturgeschichte
Trotz der Zerstörungen des II. Weltkrieges und der Nachkriegszeit gibt es in Berlin genügend Orte, wo ein Flaneur dieses Erbe suchen und finden kann. Es ist an der Zeit, die alte Berliner Tradition des Flanierens neu aufzunehmen. An Berliner Flaneuren hat es zu keiner Zeit gefehlt. Ihre Namen sind gegenwärtig: Friedrich Nicolai, E.T.A. Hoffmann, Theodor Fontane, Julius Rodenberg, Georg Hermann, Franz Hessel, Walther Benjamin und Walter Kiaulehn. Noch heute ist Flanieren eine Art, die Stadt und ihre kulturelle Identität zu studieren. Flanieren verbindet Jogging der Beine mit Gehirntraining. Es ist Vitamin für Körper und Geist und bildet durch Unterhaltung.
In Berlin gibt es viel zu entdecken
Die Berliner Stadt- und Kulturgeschichte ist ein aufgeschlagenes „Buch des Wissens“ – ein Angebot für Berliner und Touristen aus nah und fern. Anregend ist es vor allem für Kulturinteressierte und Neugierige, die es ganz genau wissen wollen. Was sie mitbringen sollten ist Entdeckerfreude und Phantasie, damit aus Fragmenten wieder eine lebendige, anschauliche Welt werden kann.
Welche Touren bieten sich an? Zum einen das Flanieren über den Garten-Campus der Technischen Universität Berlin auf der Suche nach Erinnerungsorten an große Techniker und Naturwissenschaftler, die nachhaltig an dieser Hochschule wirkten: Adolf Slaby, Franz Reuleaux, Alois Riedler, Gustav Hertz, Herta Hammerbacher, Ernst Ruska und Konrad Zuse. Zum anderen ein Rundgang durch die Spandauer Vorstadt in Berlins historischer Mitte zu Orten, die vom kulturellen Leben der Berliner Juden in vier Jahrhunderten erzählen. Vor und hinter dem Spandauer Tor begann sich 1671 eine neue jüdische Gemeinde anzusiedeln, die im Laufe der Dezennien zahlreiche Spuren hinterlassen hat. Des weiteren das Flanieren über den Berliner „Perè Lachaise“, den Dorotheenstädtischen Friedhof. Hier finden sich viele Erinnerungsorte an die Industrie- und Kulturgeschichte Spree-Athens. Nicht zuletzt begegnen dem Flaneur auf dem Weg vom Gendarmenmarkt zum Hegel-Haus am Kupfergraben viele öffentliche und private Wirkungsorte des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Seine Berliner Jahre von 1818 bis 1831 waren die Zeit seiner größten Erfolge und begründeten seinen Nachruhm.
Hans Christian Förster
18. Aug 2011
Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate trafen sich am touristischen Geschehen im Nachbarland besonders interessierte Fachjournalisten in Potsdam.
Drehten sich im Frühjahr die Gespräche vorrangig um das Projekt „ Potsdam 2011 – Stadt des Films“ sowie um Attraktionen der neuen Saison im Filmpark Babelsberg, ging es nun im August um die Rolle der Gastronomie im Reiseland Brandenburg. Das wegen seines
fulminanten Angebots an Kunst, Kultur, Architektur und landschaftlicher Vielfalt zunehmend Gäste aus dem In- und Ausland anzieht (+ 6,8 % bei den Ankünften, + 4,7 % bei den
Übernachtungen 1./ 11 gegenüber 1./ 10).
Aktueller Aufhänger des Medientreffs im relexa Schlosshotel Cecilienhof: Hintergrundinformationen zu erhalten zur freiwilligen unternehmerischen Qualitäts- und
Marketinginitiative mit dem Gütesiegel „ Brandenburger Gastlichkeit“.
Das Podium war wie gewohnt kompetent besetzt:
Ingrid Diwald, Direktorin des relexa Schlosshotels Cecilienhof Potsdam
Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Mario Kade, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg und
Inhaber des Restaurants „ Am Pfingstberg“.
Was sich auch deshalb als sehr wichtig herausstellte, weil sich der verhältnismäßig kleine
Kreis von Medienvertretern als besonders interessiert, wissbegierig sowie diskutierfreudig
erwies und durchaus auch einige Dinge kritisch hinterfragte. Was wiederum eigene Recherchen beflügeln kann.
Zum Beispiel: Brauchen wir eine solche Aktion bei der geradezu inflationären Verwendung von Klassifizierungen, Zertifikaten, Qualitätssiegeln und und und……?
Wie objektiv kann ein solcher Test sein und wie nachhaltig wirkt er?
Was verstehen wir überhaupt unter regionaler Küche und ist das nicht nur wieder eine Modeerscheinung?
Auf alle Fragen gab es, auch Dank der sachkundigen Gesprächsleitung von Journalistin-Kollegin Corinna Schlag, für die journalistische Arbeit verwertbare Antworten.
Da für Details hier leider nicht der Platz ist, an dieser Stelle nur soviel:
° Die 2004 unter „Potsdamer Gastlichkeit“ gestartete Initiative war so erfolgreich, dass sie auf andere Regionen übertragen wurde ( Barnimer-, Spreewälder- bis Uckermärker Gastlichkeit ).
Mit mehr als 300 Teilnehmern sind rund 20 % der relevanten Betriebe bei diesem Qualitäts-Check dabei. (Ziel ca. 25 %).
Es profitieren nicht nur die Gäste sondern auch die Unternehmer mit signifikanten Umsatzzuwächsen von bis zu 20 Prozent! Dass die Initiative inzwischen gar zu einem
„Exportschlager“ geworden ist – auch das spricht für sich: zunächst folgte als weiteres Bundesland Schleswig-Holstein.
Pate stand Brandenburg auch in der Ukraine, wo sich eine „Lviver Gastlichkeit“ etablierte.
° Die Nachfrage nach regionalen Gerichten nimmt zu und wird anhalten.
Voraussetzung für eine attraktive Regionalküche sind hochwertige Produkte aus der Landwirtschaft und der gesamten Vorstufe.
Hier bieten sich übrigens tolle Anknüpfungspunkte dafür, wie Probleme gelöst, gegenwärtige Defizite (zum Beispiel durch Aufbau von Netzwerken Produzenten – Gastronomen) beseitigt werden.
° Markenbildung im Sinne von „ Regional“ ist dann image- und umsatzfördernd, wenn sie überzeugend, transparent, ehrlich, verlässlich, vertrauensbildend daher kommt.
Die ideenreiche Kommunikation darf nie Kampagnencharakter tragen. Sondern muss Emotionen wecken. Nicht nur was Speisen und Getränke betrifft, sondern auch solche Dinge wie Freundlichkeit, Ambiente oder Ordnung und Sauberkeit einschließt.
Bei all dem gibt es Fortschritte. Aber, so das Fazit: es bleibt noch viel zu tun. Zum Beispiel im Hinblick an die Anpassung der Kategorien und Kriterien der Qualitätstests an den Zeitgeist. Oder was die Testzeiträume ( gegenwärtig zwei Jahre ) angeht.
Interessante Ansätze übrigens auch für Kollegen, die sich dieses Themas mal annehmen möchten. Dazu noch der folgende Tipp: wertvolle Anregungen können den Publikationen
„Brandenburger Gastlichkeit“ ( www.brandenburger-gastlichkeit.de ) sowie
„Potsdamer Gastlichkeit“ entnommen werden.
Mit Kostproben aus dem Facettenreichtum moderner Brandenburger Küche, dargeboten im einzigartigen Garten, war dann auch die Frage, wie es um die Brandenburger Gastlichkeit steht, zumindest für das mit Gütesiegel ausgezeichnete Schlossrestaurant überzeugend beantwortet.
Hans-Jörg Jarofke
Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate trafen sich am touristischen Geschehen im Nachbarland interessierte Fachjournalisten in Potsdam. Drehten sich im Frühjahr die Gespräche vorrangig um “Potsdam 2011 – Stadt des Films“ sowie um Attraktionen der neuen Saison im Filmpark Babelsberg, ging es nun am 18. August um die Rolle der Gastronomie im Reiseland Brandenburg. Wegen seines fulminanten Angebots an Kunst, Kultur, Architektur und landschaftlicher Vielfalt zieht es zunehmend Gäste aus dem In- und Ausland nach hier. In den ersten sechs Monaten 2011 gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei den Ankünften ein Plus von 6,8% und bei den Übernachtungen um 4,7%.

Dieter Hütte, Geschäftsführer Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Ingrid Diwald, Direktorin relexa Schlosshotel Cecilienhof, und Mario Kade, Präsident Deutscher Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (v.l./Foto: Manuela Hutzler)
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